Keschet (Jüdischer Regenbogen), Schweiz
Unsere politische Botschaft
Keschet setzt sich für das Wohl und die Rechte queerer Menschen im jüdischen Raum sowie für das Wohl und die Sicherheit jüdischer Menschen im queeren Raum ein.
Kontakt: info@qga.ch
Vorstand: Rolf Stürm (Präsident), Ari Yasmin Lee (Vizepräsidentin).
Link zu den nächste Aktivitäten
Rückblick
Wer kennt sie nicht, die jährliche Lesbian-Gay-Bisexual-Transgender-Intersexual- oder kurz Queer- (LGBTIQ) Pride in Tel Aviv, das quasi Flaggschiff des liberalen Israels? Aber auch in Jerusalem und kleineren israelischen Städten finden Pride Paraden statt, dort oft gegen den Widerstand lokaler Behörden. Im Jahr 2024 war alles anders. Erstens waren die Prides in Israel wegen des Gaza-Krieges viel kleiner und zweitens schufen an westlichen Demos die «Queers for Palestine» (Q4P) mit ihrem Ruf, die Juden «from the river to the sea» zu vertreiben, eine bedrohliche Atmosphäre für jüdische Teilnehmende. Auf die Frage „Jetzt erst recht oder absagen?“ in jüdischen Chat-Gruppen war die einstimmige Antwort „Jetzt erst recht!“. In Zürich und in Bern gab es 2024 jüdische Marschgruppen für LGBTIQ-Menschen und deren Freunde. In Bern war sie erstmals unter dem Namen Keschet (der jüdische Regenbogen der Schweiz) angemeldet.
Zurich Pride, 15.06.24
Die jüdische Teilnahme wurde von NAIN und Silent Walk organisiert. Die Q4P traten mit Bannern, Fahnen und Megaphon auf. Einige Wochen nach der Pride wurden die Regenbogendavidsternfahnen von Zürich nach Basel übergeben.
BernPride, 03.08.24
Im Restaurant KAPITEL ist eine Palästinafahne ausgestellt. Hier besammelten sich die Q4P.
Geneva Pride, 07.06.25
Keschet (Schweiz) war Gast bei Keshet/Europe an der Pride in Rom, 15.06.25
Zürich Pride, 21.06.25
Über dreissig Personen bildeten die Keschet-Formation. Die Stimmung war fröhlich, laut und proud.
BernPride, 02.08.25
Ein Mitglied der Q4P folgte uns im Marzili in einem T-Shirt mit Terroristenkopf-Sujet und klebte Stickers mit «Abolish Zionism» am Wegrand. Wir haben es schriftlich dem Awaress-Team und nachträglich mündlich einem Angestellten von «Taktvoll» gemeldet und warten, wie das Awareness-Team dieses unfreundliche Verhalten einstufen und sanktionieren wird.
Wir hatten sehr gute Kontakte zu den Laufgruppen vor und hinter uns, insbesondere zu Al-Rahman.
Queere multireligiöse Feier in Bern, 03.08.25
Krönender Abschluss der Pride-Saison 2025 war für Keschet die Feier in der St. Peter und Paul Kirche. Zwei Keschet-Mitglieder haben die Feier aktiv mitgestaltet, einige unserer Mitglieder haben mitgefeiert. Wir haben – treu unseren Statuten – für die Sichtbarkeit jüdischer Queers im religiösen und queeren Raum gesorgt.
Multireligiöser Pride-Schabbat bei der Jüdischen Liberalen Gemeinde in Zürich, 12.06.26
Youtube-Link zur Aufzeichnung des Gottesdienstes:
0:36:30 Imam, Pfarrer & Seelsorger
0:47:00 Neuvertonung Psalm 121 (Dela Hüttner)
1:16:00 Halleluja (Leonard Cohen)
Zurich Pride, 20.06.26
Basel Pride Walk, 27.06.26
BernPride, 25.07.26
Obwohl angemeldet, sind die «Queers for Palestine» nicht aufgetaucht. Im JuSo-Block gab es ein billig gemachtes Genocide-Banner – gegen 15 Regenbogendavidsternfahnen.
Queere multireligiöse Feier in Bern, 26.07.26
Zwei Änderungen zum Vorjahr: Es wurden Kerzen und eine Schweigeminute zum Gedenken an das Attentat auf die Berlin Pride eingefügt und ein schwuler Muslim löste Imam Kerem ab. Die Tessiner TV-Nachrichten berichteten ausführlich über die Feier, der welsche und deutschschweizer Sende übernahmen Ausschnitte. In unserem Flyer machten wir auf die kantonale Petition gegen Konversionstherapien aufmerksam.
Keschet im Jüdischen Museum der Schweiz (seit Juni 2025)
Im 2. Stock, in der Schublade «Love is love»