Keschet (Jüdischer Regenbogen), Schweiz

Unsere politische Botschaft
Keschet setzt sich für das Wohl und die Rechte queerer Menschen im jüdischen Raum sowie für das Wohl und die Sicherheit jüdischer Menschen im queeren Raum ein.

Wir bereiten uns auf die Pride-Saison 2026 vor

Zürich 20.06.26
Lausanne 27.06.26
Basel 27.06.26
Bern 25.07.26

Unsere Empfehlung, keine queer-fremden Themen in die Prides einzubringen, war begründet und berechtigt. Leider wurden sie nicht überall befolgt.

Vorstand: Rolf Stürm (Präsident), Ari Yasmin Lee (Vizepräsidentin).

Rückblick

Wer kennt sie nicht, die jährliche Lesbian-Gay-Bisexual-Transgender-Intersexual- oder kurz Queer- (LGBTIQ) Pride in Tel Aviv, das quasi Flaggschiff des liberalen Israels? Aber auch in Jerusalem und kleineren israelischen Städten finden Pride Paraden statt, dort oft gegen den Widerstand lokaler Behörden. Im Jahr 2024 war alles anders. Erstens waren die Prides in Israel wegen des Gaza-Krieges viel kleiner und zweitens schufen an westlichen Demos die «Queers for Palestine» mit ihrem Ruf, die Juden «from the river to the sea» zu vertreiben, eine bedrohliche Atmosphäre für jüdische Teilnehmende. Auf  die Frage „Jetzt erst recht oder absagen?“ in jüdischen Chat-Gruppen war die einstimmige Antwort „Jetzt erst recht!“. In Zürich und in Bern gab es 2024 jüdische Marschgruppen für LGBTIQ-Menschen und deren Freunde. In Bern war sie unter dem Namen Keschet (der jüdische Regenbogen der Schweiz) angemeldet.
2025 wurde die Tel Aviver Pride wegen der Bedrohung aus der Luft abgesagt.

Geneva Pride vom 07.06.25

Geneva Pride war ein Erfolg für die kleine Gruppe von jüdischen Queers und ihren Allies. Eine Gruppe von etwa 15 Personen sind mit Schildern „Queers contre l’antisemitisme“ und „Queer Jewish Proud“ sowie jüdischen und Schweizer Pride-Fahnen gelaufen. Ein paar Pride-Organisatoren sind vorbeigekommen, um uns zu begrüssen und uns für die Teilnahme zu danken. Andere Teilnehmer waren sehr freundlich und einige haben uns sogar Komplimente gemacht.

Keschet (Schweiz) war Gast bei Keshet/Europe an der Pride in Rom am 15.06.25

Bericht von der Rome Pride

Zürich Pride vom 21.06.25

Über dreissig Personen bildeten die Keschet-Formation. Die Stimmung war fröhlich, laut und proud.

Basel Pride Walk vom 28.06.25

Völlig friedlich. Wir sahen keine einzige Palästina-Fahne und hörten keinen einzigen Hasssprechchor.

BernPride vom 02.08.25

Ein Mitglied der «Queers for Palestine» folgte uns im Marzili in einem T-Shirt mit Terroristenkopf-Sujet und klebte Stickers mit «Abolish Zionism» am Wegrand. Wir haben es schriftlich dem Awaress-Team und nachträglich mündlich einem Angestellten von «Taktvoll» gemeldet und warten, wie das Awareness-Team dieses unfreundliche Verhalten einstufen und sanktionieren wird.
Wir hatten sehr gute Kontakte zu den Laufgruppen vor und hinter uns, insbesondere zu Al-Rahman.

Queere multireligiöse Feier in der Berner Altstadt vom 03.08.25

Krönender Abschluss der Pride-Saison 2025 war für Keschet die Feier in der St. Peter und Paul Kirche. Zwei Keschet-Mitglieder haben die Feier aktiv mitgestaltet, einige unserer Mitglieder haben mitgefeiert. Wir haben – treu unseren Statuten – für die Sichtbarkeit jüdischer Queers im religiösen und queeren Raum gesorgt.

Keschet im Jüdischen Museum der Schweiz (seit November 2025)

Im 2. Stock, in der Schublade «Love is love»