Eine Veranstaltung von Omanut
Freitagabendfeier und Filmscreening mit Rabbi Amichai Lau-Lavie
Amichai Lau-Lavie, Neffe des langjährigen israelischen Oberrabbiners Yisrael Meir Lau, fordert sein Umfeld heraus: Er tritt als Dragqueen auf, liebt Männer und setzt sich in New York für ein alternatives Judentum ein. Gleichzeitig reiht er sich in eine langjährige Familientradition ein und lässt sich zum Rabbiner ausbilden. Aus diesem Stoff hat Sandi Simcha DuBowski mit Shabbat Queen (2024) einen komplexen und inspirierenden Dokumentarfilm gemacht, den wir am Samstagabend, 21.11. um 19.30 Uhr in Anwesenheit des Protagonisten und des Regisseurs zeigen. Am Vorabend wird Amichai Lau-Lavie ab 18 Uhr einem Kabbalat Shabbat in der Beijz vorstehen, bei dem der Comedian Yossi Zabari Ausschnitte aus seiner Bühnenshow A Jew on the Run vortragen wird. Die beiden Anlässe sind in englischer Sprache.
GÄSTE
Rabbi Amichai Lau-Lavie ist in Israel geboren und lebt seit 1998 in New York City. Er ist Mitbegründer und Leiter der New Yorker Lab/Shul-Gemeinde sowie Gründer der Theatergruppe Storahtelling. 2016 erhielt er seine Smicha am Jewish Theological Seminary of America – als Rabbiner der 39. Generation in seiner Familie und als erster, der sich offen als queer bezeichnet. Rabbi Amichai ist der Hauptdarsteller von Shabbat Queen, Sandi DuBowskis preisgekröntem Dokumentarfilm, dessen Entstehung 21 Jahre dauerte und der im Juni 2024 beim Tribeca Film Festival Premiere feierte.
Sandi DuBowski wurde 1970 in Brooklyn geboren und wuchs in einer jüdischen Familie auf. Er hat an der Harvard University studiert und arbeitet als Regisseur und Produzent. Bekannt ist er für seine Filme zu Religion und Homosexualität. Er lebt in New York City.
Der israelische Schauspieler, Regisseur und Künstler Yossi Zabari verortet sich mit seiner jemenitischen Herkunft und als Schwuler an der Schnittstelle verschiedener Minderheitengruppen. In seiner bissig-witzigen Show A Jew on the Run spielt er sich selbst als queeren arabischen Juden, der in Europa gelandet ist, wo er zwei verdächtig hellhäutige Kinder grosszieht, während er immer wieder auf Menschen trifft, die «vom Fluss bis zum Meer» rufen, aber weder den Fluss noch das Meer benennen können.